Hilfe für Mexico

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38430 Icod de los Vinos – Buen Paso
S/C Tenerife / España

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Obdachlos in Puerto de la Cruz

Hilflosigkeit & Vorurteil

Dach über dem Kopf gesucht

Es gibt in unserer Gesellschaft kaum ein Thema, das so mit Vorurteilen behaftet ist, wie das der Obdachlosigkeit. Penner, Alkoholiker, Kriminelle – so die Attribute, die meistens zuerst mit diesen Menschen assoziiert werden. Doch auch sie haben Schicksale und sind nicht immer freiwillig in dieser Situation. So zum Beispiel Javi, der in Puerto de la Cruz als „El Canarión“ bekannt ist.

Javi El Canarión Mov. 631 000 334

Er stammt aus Gran Canaria, hatte damals ein Haus, eine Arbeit und eine Lebensgefährtin. Zehn Jahre hat er als Arbeitnehmer in die Sozialversicherung eingezahlt. Alles ganz normal. Nach einer Trennung verlor er alles und versuchte auf Teneriffa Fuß zu fassen. Zuerst in Santa Cruz, später in Puerto de la Cruz, wo er seit zehn Jahren lebt und überlebt. Er sitzt jeden Vormittag mit seinen Hunden an der Playa Jardín und verkauft seinen selbstgemachten Schmuck, aus Leder und Edelsteinen. Damit verdient er sich seinen Lebensunterhalt. „Ach du hast es gut, hier zu leben, mit deinen Hunden, deinem Schmuck, unter Palmen. Dieses Leben eines Bohemians, wir beneiden dich“, sagen mir ausländische Kunden im Winter sehr oft. „Dabei sehen sie nicht, dass ich mir diese Situation nicht ausgesucht habe. Ich bin dazu gezwungen, so zu leben und das hat mit Nostalgie und Freiheit wenig zu tun“, meint er. Zunächst lebte er in der alten Busstation. „Ich war dort und noch ein alter Mann. Jeder kannte ihn als „El Sevilla“. Er war krank und ich habe ihn gepflegt. Wir hatten dort ein kleines Zuhause geschaffen. Es gab Wasser und Strom. Wir hatten Möbel, einen Kühlschrank und einen Fernseher. Alles Dinge, die uns von Freunden geschenkt wurden. Es ging uns ganz gut. Wir hielten unser kleines Nest sauber und waren zufrieden. Dann starb El Sevilla, die Rettungssanitäter holten ihn ab. Wenig später wurde ich rausgeworfen. Einsturzgefahr. Ich habe alles zurückgelassen, ich hatte ja keinen Ort, an den ich es hätte mitnehmen können. Nur Lola meine Hündin war mir eine treue Begleiterin. Rund fünf Monate lebte ich als Gast im Haus eines Arztes. Dort gab es Geld  und Gold – es hat nie etwas gefehlt. Ich zog aus, weil ich diese Gastfreundschaft nicht überstrapazieren wollte. Dann lebte ich fünf Jahre lang am Strand, in einem Zelt. Meine Hunde, alles Straßenhunde aus Puerto de la Cruz, und ich. Aber auch da wurde ich immer wieder vertrieben. Jetzt haben wir in einem baufälligen Haus in der Innenstadt ein kleines Zuhause. Als „Ocupa“ (Hausbesetzer). Doch das Gebäude gehört der Bank und mit Sicherheit wird es abgerissen, damit neu gebaut werden kann.  Ich muss raus und weiß nicht wohin. Ich war mehrfach auf dem Sozialamt und habe um Hilfe gebeten. Aber es kommt einfach nichts. Sie kommen nicht um zu helfen, sondern nur, um uns auf die Straße zu setzen. Von Oktober letzten Jahres bis jetzt haben sie mir 300 Euro Unterstützung gegeben. Nicht pro Monat, sondern in der ganzen Zeit. Ins Obdachlosenheim kann ich wegen der Hunde nicht und ich möchte dort auch nicht sein. Dort gibt es viele Konflikte und ich möchte einfach in Ruhe leben. Nach meiner Arbeit am Strand bin ich zuhause. Manchmal treffen wir uns Abends am Strand unter Freunden, um gemeinsam zu trommeln. Mehr brauche ich nicht, nur ein Dach über dem Kopf. Strom und Wasser wäre schön“, erzählt er. Erst kürzlich stieg er in ein Haus ein „Ganz vorsichtig, ich habe nichts aufgebrochen, sondern vorsichtig mit einem Schraubenzieher geöffnet. Dabei wurde ich erwischt und muss mich nun wegen Einbruchs verantworten. Ich gebe zu, ich bin ein Hausbesetzer, aber kein Einbrecher. Früher war ich mal mit dem Gesetz im Konflikt, aber seit elf Jahren bin ich „sauber“. Ich habe nichts gestohlen, sondern wollte nur schauen, ob das Haus eventuell bewohnbar wäre“, erklärt er weiter. Javi ist stadtbekannt. Viele grüßen ihn, kennen ihn, schätzen ihn. Es gibt eine Nachbarin, die ihm ab und zu die Wäsche macht. Dort kann er die Hunde baden oder auch mal trimmen. Wenn es eng wird, besorgt sie ihm Hundefutter. Selbst ein Handy hat sie ihm gekauft, damit sie in Kontakt bleiben können. Jeden Monat lädt sie es ihm mit 15 Euro auf. Dafür ist er dankbar. „Neulich hat mir eine Finnin, die ich kenne, angeboten, bei ihr zu duschen. Ich wäre dabei fast eingeschlafen. Kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal warm geduscht habe. Es war so schön. Im Winter, wenn die Ausländer kommen, geht es besser. Viele kennen mich. Sie kaufen meinen Schmuck, helfen mir die Hunde zu sterilisieren oder sorgen dafür, dass sie einen Chip haben. Die Nonnen vom Kinderheim an der Busstation, geben mir jeden Tag ein belegtes Brot, ein Stück Obst und einen Saft.  Alles, worum ich bitte, ist ein Dach über dem Kopf, in dem ich mit meinen Tieren leben kann“. Eine Deutsche, die sich politisch und im Tierschutz organisiert, versuchte selbst einen Kontakt zum Bürgermeister und zu Sozialarbeitern herzustellen. Vergeblich. Immer wieder gab es Termine und Versprechungen, die nicht eingehalten wurden.

Obdachlosigkeit als Einzelschicksal

Schnell sind Vorurteile parat, weshalb jemand auf der Straße lebt. Doch wer hinter die Kulissen schaut, sieht Einzelschicksale. Manchmal traurige Geschichten, manchmal sind sie mit Alkohol, Drogen und Kriminalität verbunden, manchmal aber auch nicht. Manchmal war es ein einziger Fehlschlag, der zum Straucheln und Absturz führte. Gerade wer aus Not auf der Straße ist, möchte sich ein bisschen Würde bewahren. Manche Städte richten sich darauf ein, auch diese Menschen als Mitbürger wahrzunehmen, andere sehen sie als lästiges Übel. Auf den Kanaren leben nach Einschätzung von Caritas rund 2.000 Obdachlose. In Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz wird ihre Zahl auf rund 300 geschätzt. „Viele kommen von außerhalb, weil wir Obdachlosenheime zum Übernachten, eine Suppenküche mit drei täglichen Mahlzeiten, sowie Duschmöglichkeiten anbieten“, erklärte der Bürgermeister José Manuel Bermúdez. Nicht alle, die auf der Straße leben, wollen tatsächlich ein Dach über dem Kopf. „Manchen mögen keine Regeln und können sich nicht in Hausgemeinschaften einfinden. Wir suchen nach den bestmöglichen Lösungen, um diesen Menschen zu helfen“, meint er weiter.  Deshalb erlaubt er in gewissem Maße und an bestimmten Stellen sogenannte „Chabolas“. Einfache Hütten, die sich die Menschen selbst herrichten, um dort selbstbestimmt zu leben. Sogar einen Wohnsitz können die Menschen dort anmelden. In den letzten beiden Jahren wurden in der Hauptstadt rund vier Millionen Euro in Obdachlosenprojekte investiert. So zum Beispiel in rund ein dutzend Wohnungen, die gezielt an Obdachlose vergeben werden. Sie werden von Sozialarbeitern betreut, so dass auch Behördenangelegenheiten, mit denen viele Menschen überfordert sind, erledigt werden können. In Santa Cruz gehen Mitarbeiter der Stadt auf die Menschen ein und versuchen Lösungen zu finden, die ihnen Würde und Selbstbestimmung lassen. In Puerto de la Cruz gibt es weniger Initiative. Javi und seine Freunde schätzen, dass es in der Stadt mindestens 30 Obdachlose gibt, wahrscheinlich sogar mehr. „Manche sind Junkies, sie halten sich in verlassenen Gebäuden auf und oft gibt es dort auch Ausraster und Probleme. Sie machen sich wenig Gedanken um die Zukunft, sofern sie über den nächsten „Schuss“ hinausgeht. Aber es gibt auch diejenigen, die sich eine bescheidene Behausung wünschen, in der sie einfach, aber in Würde und vor allem ohne Angst, wieder auf die Straße gesetzt zu werden, leben zu können. Sozialer Wohnraum ist Mangelware und ein Problem, das in einer touristisch orientierten Politik, nicht gerade oben auf der Liste steht. Ganz unter den Tisch fallen, darf es aber auch nicht. Nicht Alle, die im Urlaubsparadies leben, leben auf der Sonnenseite.

Text von Sabine Virgin (IC Media) 
Eingestellt von Roland Brunk 09/15/2017
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